
Der weltweite Mangel an Pflegekräften hat einen kritischen Punkt erreicht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO werden bis zum Jahr 2030 4,5 Millionen Pflegekräfte und 0,31 Millionen Hebammen fehlen. Allein in Deutschland werden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) bis zum Jahr 2049 aufgrund der Alterung der Bevölkerung voraussichtlich zwischen 280.000 und 690.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt.
Der vorliegende Bericht “Pflegekräftevorausberechnung 2024” kombiniert Annahmen über die Entwicklung der Beschäftigung und die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in den Pflegeberufen.
Nach der ersten, auf der Erwerbstätigenquote basierenden Annahme wird die Zahl der erwerbstätigen Pflegekräfte zwar bis zum Jahr 2034 auf 1,74 Millionen (+7% gegenüber 2019) und bis zum Jahr 2049 auf 1,87 Millionen (+15%) ansteigen, die Zahl der verfügbaren Pflegekräfte läge aber immer noch um 90.000 unter dem erwarteten Bedarf im Jahr 2034. Bis 2049 wird sich diese Lücke voraussichtlich auf 280.000 Pflegekräfte vergrößern.
Die zweite Annahme der Bevölkerungsentwicklungsrate berücksichtigt die bestehenden Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die künftige Zahl der Pflegekräfte. Da die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten zehn Jahren zunehmend das Rentenalter erreichen werden, würde die Zahl der Pflegekräfte von 1,62 Millionen im Jahr 2019 auf 1,48 Millionen im Jahr 2034 (-9 % gegenüber 2019) und dann auf 1,46 Millionen (-10 %) im Jahr 2049 sinken. Dies bedeutet, dass im Jahr 2034 350.000 Pflegekräfte und im Jahr 2049 690.000 fehlen werden.
Dieser Mangel wird weitreichende schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheitsdienste haben. Er ist nicht nur eine Zahl, sondern wirkt sich auf die Patientenversorgung und die Arbeitsmoral des Personals aus und verursacht tägliche Herausforderungen, die sich auf die Effizienz der Organisation auswirken.
Für die Einrichtungen des Gesundheitswesens ist die Rekrutierung internationaler Pflegekräfte nicht nur eine Notwendigkeit, sondern ein Rettungsanker, denn es gilt, Fachkräfte an Bord zu holen, die Erfahrung in der Pflege älterer Menschen haben. Doch die Hindernisse bei der Anwerbung und Bindung dieser unschätzbaren Fachkräfte sind komplex. Herausforderungen wie rechtliche Hürden, kulturelle Integration und Bindung sind nur allzu bekannt.
- Wie können die Herausforderungen dieses Prozesses, einschließlich der komplexen Einwanderungsgesetze, der Integration verschiedener Kulturen und der Anerkennung ausländischer Qualifikationen, bewältigt werden?
- Welche Schritte können unternommen werden, um nachhaltige Rekrutierungspraktiken zu erreichen, wie z. B. ein unterstützendes Onboarding und die Förderung eines integrativen Arbeitsumfelds, die die positive Mundpropaganda verbessern und mehr internationale Talente anziehen können?
Bridge Now lädt Sie ein, an der Veranstaltung “Pflegefachkräfte finden und halten” teilzunehmen, die von der IHK zu Kiel, Geschäftsstelle Elmshorn, organisiert wird, um zu erörtern, wie wir diese Hindernisse gemeinsam überwinden können. Ich werde zum Thema “Internationale Pflegefachkräfte gewinnen, verstehen, begeistern” sprechen.
Link zu Veranstaltung: Pflegefachkräfte finden und halten (ihk.de)
Wir freuen uns darauf, Sie dort zu sehen.