
Am 26. September 2024 hielt die Geschäftsführerin von Bridge Now GmbH einen Vortrag bei der von der IHK zu Kiel, Geschäftsstelle Elmshorn, organisierten Veranstaltung „Pflegefachkräfte finden und halten“. Unter dem Titel „Internationale Pflegefachkräfte gewinnen, verstehen, begeistern“ erläuterte sie die Dringlichkeit umfassender Lösungen für den Pflegearbeitsmarkt in Deutschland und gab konkrete Impulse zur nachhaltigen internationalen Rekrutierung.
Der wachsende Mangel an Pflegekräften im Gesundheitssektor ist eine unbestreitbare Herausforderung, doch Initiativen wie die der Kiel Chamber of Commerce and Industry zeigen, wie Institutionen zusammenarbeiten können, um positive Veränderungen zu bewirken.
Bei der jüngsten Veranstaltung „Pflegefachkräfte finden und halten“ haben wir wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pflegekräften erörtert, (Dr. Michael Bau, Frederik C. Denis, Clemens Winter) und uns den Herausforderungen bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse gewidmet (Verena Pichler-Hoffmann, Herr Söllner). Die Diskussion konzentrierte sich auch auf Führungsaspekte im Pflegesektor (Carolin-Viktoria Kühl) und darauf, Gewinnung von Internationale Pflegefachkräften, Organisationen für die Integration internationaler Fachkräfte zu sensibilisieren und ihnen eine spannende Zukunft im hohen Norden Deutschlands zu ermöglichen (Geschäftsführerin – Vineeta Desai und Management Beraterin Frau Maren Krämer).
Ein großes Dankeschön an Herr Jansen Kiel Chamber of Commerce and Industry, für die einleitenden Worte und die Gelegenheit, den innovativen Ansatzes von Bridge Now GmbH bei der #Rekrutierung, #Integration und #Bindung als kreative Lösung für den Mangel an Pflegekräften Kliniken, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten präsentieren zu können. Gemeinsam finden wir neue Wege, unser Gesundheitssystem zu unterstützen und positive Veränderungen in unseren Gemeinden zu bewirken.
Die Referentin, Frau Desai, stellte zunächst die weltweite Dimension des Pflegenotstands dar, der einen kritischen Punkt erreicht hatte. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden bis zum Jahr 2030 weltweit 4,5 Millionen Pflegekräfte und 0,31 Millionen Hebammen fehlen. Deutschland sei besonders betroffen: Das Statistische Bundesamt (Destatis) erwartete bis 2049 infolge der Alterung der Bevölkerung einen zusätzlichen Bedarf von 280.000 bis 690.000 Pflegefachkräften.
Der vorliegende Bericht “Pflegekräftevorausberechnung 2024” kombiniert Annahmen über die Entwicklung der Beschäftigung und die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in den Pflegeberufen.

Nach der ersten, auf der Erwerbstätigenquote basierenden Annahme wird die Zahl der erwerbstätigen Pflegekräfte zwar bis zum Jahr 2034 auf 1,74 Millionen (+7% gegenüber 2019) und bis zum Jahr 2049 auf 1,87 Millionen (+15%) ansteigen, die Zahl der verfügbaren Pflegekräfte läge aber immer noch um 90.000 unter dem erwarteten Bedarf im Jahr 2034. Bis 2049 wird sich diese Lücke voraussichtlich auf 280.000 Pflegekräfte vergrößern.
Die zweite Annahme der Bevölkerungsentwicklungsrate berücksichtigt die bestehenden Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die künftige Zahl der Pflegekräfte. Da die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten zehn Jahren zunehmend das Rentenalter erreichen werden, würde die Zahl der Pflegekräfte von 1,62 Millionen im Jahr 2019 auf 1,48 Millionen im Jahr 2034 (-9 % gegenüber 2019) und dann auf 1,46 Millionen (-10 %) im Jahr 2049 sinken. Dies bedeutet, dass im Jahr 2034 350.000 Pflegekräfte und im Jahr 2049 690.000 fehlen werden.
Die Geschäftsführerin hob hervor, dass dieser Mangel weitreichende Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung gehabt habe. Er habe sich nicht nur in Zahlen ausgedrückt, sondern die Qualität der Patientenversorgung, die Arbeitsmoral des Personals und die tägliche Organisationseffizienz spürbar beeinträchtigt.
Vor diesem Hintergrund betonte sie, internationale Pflegekräfte zu rekrutieren sei für Einrichtungen nicht nur notwendig, sondern ein echter Rettungsanker – insbesondere, um erfahrene Fachkräfte in der Altenpflege zu gewinnen. Zugleich verwies sie auf die Komplexität der Hürden bei Anwerbung und Bindung: rechtliche Rahmenbedingungen, Anerkennung ausländischer Qualifikationen, kulturelle Integration sowie nachhaltige Bindungsstrategien.
Im Kern ihres Beitrags behandelte sie zwei Leitfragen: Wie ließen sich die Herausforderungen entlang des Prozesses – einschließlich komplexer Einwanderungsgesetze, Integration verschiedener Kulturen und Anerkennung ausländischer Abschlüsse – bewältigen? Und welche Schritte führten zu nachhaltigen Rekrutierungspraktiken, etwa ein strukturiertes, unterstützendes Onboarding und der Aufbau eines inklusiven Arbeitsumfelds, das positive Mundpropaganda verstärke und zusätzliche internationale Talente anziehe?
Abschließend bekräftigte sie die Rolle von Bridge Now als Partner für Einrichtungen, diese Hürden gemeinsam zu überwinden. Der Fokus habe auf Lösungen gelegen, die sowohl den kurzfristigen Personalbedarf als auch die langfristige Integration internationaler Pflegekräfte adressierten, um die Versorgungssicherheit in Deutschland nachhaltig zu stärken.